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Die Gründerin der Stiftung Grünfels, Frau Lotte
Stiefel, war nicht nur eine gefeierte Schauspielerin, sondern ebenfalls
eine enga-gierte Tierfreundin. Als solche war sie ein temperamentvolles
Mitglied im Tierschutzverein See und Gaster. Ihre ganz grosse Zuneigung
jedoch gehörte den Katzen, von denen stets zwi-schen 10 und 20 in ihrer
grossen Villa Grünfels leben durften.
Ihre grosse Sorge galt lebenslang den vielen herrenlosen Büsis, deren
meist trauriges Schicksal sie immer aufs Neue beelen-dete. So beteiligte
sie sich mit grosszügigen Spenden an mehreren Tierschutzvereinen und
Katzenheimen. Doch diese waren alle im Raum Zürich und Umgebung tätig,
also weit weg von Rapperswil-Jona.
In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts fasste Frau Stiefel
deshalb den Entschluss, ein eigenes Katzenheim im Areal ihrer Villa
einzurichten. Im Jahre 1972 war es dann soweit. Ein altes Barackenheim
wurde von Affoltern am Albis nach Jona disloziert und mit einer neuen
Dreizimmerbaracke zum ersten Katzenheim zusammengestellt.
Nach dem Willen von Frau Stiefel war es ausschliesslich herrenlosen
Büsis vorbehalten. Und davon hatte es mehr als genug. So füllte sich das
Katzenasyl nur allzu schnell. Stets aufs Neue eingeschleppte Krankheiten
verminderten zwar die Anzahl Pensionäre immer wieder empfindlich, doch
die Kosten stiegen trotzdem in Höhen, die selbst für Frau Stiefel
langsam nicht mehr zu verkraften waren. Wohl gab es eine Anzahl Spender
aus ihrem Freundeskreis, die jährlich ihr "Scherflein" an das Unternehmen
Katzenasyl beisteuerten, dies war jedoch nicht mehr als der berühmte
Tropfen auf den heissen Stein.
Mit der Aufnahme von Ferienkatzen, als
unausweichliche Lösung, konnte die finanzielle Lage wohl etwas
verbessert werden. Die Nachfrage nach Ferienplätzen war gross, weil
damals in unserer Region noch kein derartiges Angebot existierte. |
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So willkommen der finanzielle Zustupf auch war, so schwer belastete
diese neue Funktion des Heims den Betrieb sowie das Pflegepersonal.
Zudem wollte die Gemeinde Jona die Nutzung des ganzen Areals Grünfels in
neue Bahnen lenken. Es wurde klar, dass das Katzenheim über kurz oder
lang weichen musste. Frau Stiefel entschloss sich deshalb, eine Stiftung
ins Leben zu rufen, um den Fortbestand des Katzenheims zu gewährleisten.
Während ihrer langen, schweren Krankheit war die Existenz des
Katzenheims mehrmals in akuter Gefahr.
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Frau Stiefel starb am 2. November 1986. In ihrem Testament vermachte sie
dem Katzenheim einen so grossen Betrag, dass dessen Zukunft gesichert
war.
Damit begann die Suche nach einem Standort für das neu zu bauende,
artgerechte Katzenheim. Dies gestaltete sich jedoch weit schwieriger als
erwartet, und es dauerte lange zehn Jahre, bis sich endlich eine
geeignete Lösung abzeichnete. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro
Lehmann in Rapperswil konnte schliesslich 1998 das neue Katzenheim am
Hessenhofweg 4 in Jona bezogen werden.
Die heutige, grosszügige Gestaltung und Erweiterung erhielt das
Katzenheim Arche jedoch erst drei Jahre später, dank einer grosszügigen
Spenderin. Unser Dank gilt ihr ebenso wie unserer unvergesslichen Frau
Lotte Stiefel.
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